St. Antonius der Einsiedler Skip to content

St. Antonius der Einsiedler

Wer war St. Antonius der Große?

(auch St. Antonius Eremita (lat. der Einsiedler) oder Antonius Abbas (Abba: lat. Vater) „Vater der Mönche“ genannt)

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aus Ökumenisches Heiligenlexikon – Homepage von Joachim Schäfer
Matthias Grünewald, St. Antonius der Große, Isenheimer Altar, linker Flügel, um 1515, im Musée d’Unterlinden in Colmar

 

Antonius wurde um 250 n. Chr. in dem Dörflein Kome nahe dem mittelägyptischen Herakleopolis (heute Qiman al-‚Arûs im Gouvernement al-Fayyum) als Sohn wohlhabender christlicher Bauern geboren. Als er etwa zwanzig Jahre alt war, starben seine Eltern. In der Kirche hörte er zwei Bibelworte:

„Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!“ (Mt 19,21) und: „Sorget euch nicht um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen.“ (Mt 6,34)

Nachdem er seinen Besitz verschenkt und seine jüngere Schwester in die Obhut einer Gemeinschaft geweihter Jungfrauen gegeben hatte, zog er sich in die Einsamkeit zurück, zuerst in eine Hütte in der Nähe seines Dorfes, wo er sich angeblich als Schweinehirt betätigte. Später zog es ihn in die Sketische Wüste, wo später die Einsiedeleien von Nitria, Kellia und des eigentlichen Wadi an-Natrun entstehen sollten. Hier überwand er erstmals die ihn heimsuchenden Dämonen durch das Gebet.

Anschließend zog er sich in eine alte ägyptische Grabkammer zurück, deren Tür er von innen verschloss. Obwohl ihn die ansässigen Bauern mit Nahrung versorgten, wurde er eines Tages bewusstlos in seiner Zelle gefunden und in eine Kirche getragen. Nach seiner Genesung zog er weiter in ein verlassenes Kastell bei Arsinoe am Rand der Wüste, wo er für 20 Jahre lebte – wiederum als Einsiedler, der nur durch die Nahrung mit der Außenwelt kommunizierte, und Ratschläge allenfalls durch Rufen den vor seiner Zelle Stehenden gab. Als die Anwohner schließlich seine Tür aufbrachen, fanden sie Antonius unversehrt und bei guter körperlicher und geistiger Gesundheit vor.

Während seines langen Wüstenaufenthalts wurde Antonius immer wieder von quälenden Visionen heimgesucht. Der Teufel soll ihm in verschiedener Gestalt erschienen sein, um ihn von seinem asketischen Leben abzubringen. Antonius wurde wegen seines energischen Widerstandes gegen die ihm auferlegten Versuchungen als Mann Gottes (theios aner) verehrt. Zahlreiche Verehrer, die ihn in der Wüste in seiner Einsiedelei aufsuchten, beeindruckte er durch Wunderheilungen und Dämonenaustreibungen.

Der Legende nach soll er seinen letzten Wohnsitz in der Wüste am Berg Kolzim oberhalb des heutigen Ortes Zafarana in Sichtweite des Golfs von Sues genommen haben, wo er nach einem langen asketischen Leben, im Jahr 356 nach Christus, starb.

Weitere Informationen findet Ihr auf Wikipedia

 

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