Kirchengeschichte Pfarrvikarie Gernsdorf Skip to content

Kirchengeschichte Pfarrvikarie Gernsdorf

Kirchengeschichte Pfarrvikarie St. Johannes Ev. Gernsdorf

 

Die katholische Pfarrvikarie St. Johannes Ev Gernsdorf

Die katholische Pfarrvikarie St. Johannes Ev. Gernsdorf gehört zur Pfarrei St. Laurentius Rudersdorf innerhalb des 2003 gegründeten “Pastoralverbund südliches Siegerland“. Der Pastoralverbund gehört zum Dekanat Siegen im südlichsten Teil des Erzbistums Paderborn.

Von den aktuell ca. 1.400 Einwohnern Gernsdorfs sind ungefähr 800 Personen römisch-katholisch (aktuelle Daten November 2016 vom PGR).

Zur Pfarrvikarie Gernsdorf gehören der Kindergarten St. Johannes, das Pfarrheim St. Johannes sowie die Katholisch-öffentliche Bücherei (KÖB).

Als Vereine und kirchliche Verbände sind die Caritaskonferenz, die KfD (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands), der Chor „Vivace“ und die Messdienergruppe aktiv.

Baubeschreibung / Kirchenführer der St. Johannes Ev. Kirche in Gernsdorf

Die Kirche St. Johannes Ev. in Wilnsdorf-Gernsdorf ist kurz nach Ende des 2. Weltkriegs weitgehend in Eigenleistung, nach Entwürfen des Architekten Theodor Pluschka, errichtet worden und gilt als nach erster Nachkriegs-Kirchenneubau im Siegerland. Die großräumige Saalkirche besitzt 18 spitzbogige Fenster und ein entsprechendes Rosettenfenster im Turm. Das Hauptportal in Sandsteinoptik befindet sich im Turm dessen pyramidenförmiger Schieferhelm von einem Kreuz und einem vergoldeten Wetterhahn gekrönt ist. Der Außenanstrich ist weiß, die Fensterumrandungen sind rot abgesetzt.

Den Innenraum teilen gemauerte Wandpfeiler in fünf Joche. Derzeit befinden sich an den Köpfen der Wandpfeiler farbige Fassungen als Betonungen anstelle von Kapitellen. Über den Wandpfeilern wölbt sich ein Tonnengewölbe mit aufgemalter Jocheinteilung. Der Altarraum wird vom Langhaus durch einen Rundbogen mit einem neugotischen Stichbogen getrennt. Die Kirche bietet im Langhaus und auf der Orgelempore insgesamt ca. 300 Sitzplätze.

Auf der Rückwand des Altarraumes zeigt, eine aus der Erbauungszeit stammende, Monumentalstuckausmalung die Kreuzigung Christi.

Die Tabernakel-Stele, der Altar und der Ambo wurden, nach Entfernung des Hochaltars im Zuge des 2. Vatikanischen Konzils, aus rötlichem Marmor gefertigt. Den Tabernakel ziert an der Vorderseite die Szene der wunderbaren Brotvermehrung. Jesus Christus mit Fischen (Messingeinlegearbeiten) und fünf Broten (Bergkristall)

Zur weiteren Ausstattung gehören barocke Statuen des Hl. Johannes Evangelist und der Gottesmutter Maria aus dem frühen 18.Jahrhundert (Mainzische Arbeit), die den Altarraum unterhalb des Rundbogens flankieren, sowie eine Figur der Hl. Helena und eine weitere Johannesfigur aus der gleichen Epoche, die wohl Teile des Hochaltares, der alten Gernsdorfer Johannes-Kapelle waren. Diese Figuren befinden sich auf der linken Seite des Langhauses. Außerdem eine „Maria mit Christuskind“ Ikone im hinteren Teil der Kirche.

Die vier Fenster des Chorraumes stammen vom Künstler E. Gaiser aus dem Jahr 1949 und zeigen Elemente der Dreifaltigkeit (Das Auge Gottes, Taube als Symbol für den Hl. Geist, Kreuz für Christus sowie die Symbole Alpha und Omega).

Die Orgel aus dem Jahr 1966 befindet sich auf der Empore gegenüber des Altaraumes.

Die drei Glocken der Kirche stammen aus dem Jahr 1951 und tragen die Namen:

– Hl. Johannes (Trauerglocke)

– Hl. Maria (Glocke zum Angelus-Gebet 3 x täglich)

– Hl. Paulus (Glocke zur Wandlung)

An allen Sonn u. Feiertagen bzw. vor den Hl. Messen läuten alle 3 Glocken gemeinsam.

Geschichte der Kapellen und Kirchengemeinde St. Johannes Ev. Gernsdorf

Die Kapellengemeinde St. Johannes Ev. bis 1951

1300

Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Gernsdorf

1452     

Die Kirchenrechnung aus Irmgarteichen führt Einnahmen aus Gernsdorf auf

1504     

Die Gernsdorfer Gemeinde zahlt Abgaben an den Marienaltar der St. Martin-Kirche in Siegen

1561     

Erwähnung der, deutlich älteren, baufälligen Gernsdorfer Kapelle nach einer Visitation (Untersuchung) des Irmgarteicher Pfarrers. Zitat “:….. die Kapellen in Gernsdorf und Rudersdorf verfielen ganz….“

1577     

Die Gernsdorfer Kapelle besitzt laut Rechnungsbuch des Irmgarteicher Pfarrers 11 Gulden Hauptgeld sowie ein Feld am Hasenberg im Wert von 6 Gulden

1578    

Der Pfarrer in Irmgarteichen beschwert sich, dass die Gerndorfer und Rudersdorfer ihrer Abgabenpflicht für die Bedienung der Kapellen nicht nachkämen.

1814     

Bau einer Kapelle, da die alte Kapelle aus dem 15.Jahrhundert bei einem Großbrand im Dorf zerstört wurde.

1856     

Neubau der Kapelle am Hasenberg, da die wenige Jahrzehnte zuvor errichtete Kapelle für die wachsende Einwohnerzahl nicht mehr ausreichte.

Die Kirchengemeinde (Pfarrvikarie) von 1946 bis heute.

(Erster Kirchenneubau des Siegerlandes nach dem 2. Weltkrieg)

1946        

Pfarrer Paul Geihe aus Schlesien wird Vikar in Gernsdorf.

24.04.1948  

Erster Spatenstich zum Kirchenneubau der St. Johannes Ev. Kirche in Gernsdorf durch Pfarrer Paul Geihe.

18.04.1949  

Grundsteinlegung

10.06.1951  

Nach 3 Baujahren, und insgesamt 36.268 Baustunden (davon 10.000 Stunden Nachtarbeit im Scheinwerferlicht), fast ausschließlich in ehrenamtlicher Tätigkeit der Dorfbewohner, wurde die Kirche durch den damaligen Erzbischof von Paderborn, den späteren Kardinal, Dr. Lorenz Jäger geweiht und der Gemeinde zur Nutzung übergeben.

1966    

Erste Renovierung der Kirche, Anschaffung einer neuen Kirchenorgel

1975    

Zweite Restaurierung der Kirche nach den Vorgaben des 2. Vatikanischen Konzils. Anbau der Sakristei. Einbau einer neuen Heizung.

1982    

Weihe des neuen Altares durch den Paderborner Weihbischof Leo Drewes

1987    

Neubau des Kindergartens St. Johannes in Gernsdorf

1993    

Erneuerung des Innenanstrichs in der Kirche

1995    

Neubau des Pfarrheims St. Johannes

2009    

Umfassende Außenrenovierung der Kirche (Außenanstrich / Dachsanierung)

2014    

Die Planungen zur umfassenden Innenrenovierung der Kirche haben begonnen.

2016    

Voraussichtlicher Start der Kirchenrenovierung im Frühjahr.

 
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