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Ein persönlicher Ostergruß

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Ein persönlicher Oster- bzw. Friedensgruß

(vom 16.03.2016)

Gerade in der heutigen Zeit ist das Thema Religion und die Religionsfreiheit sehr aktuell. Menschenverachtende Religionsfanatiker, die alle bekämpfen, die nicht Ihre Religion annehmen. Auch christliche Fanatiker, die meinen, sie sehen ihre christliche Kultur in Gefahr, wenn Flüchtlinge und Asylsuchende in unser Land kommen, um ein Leben in Frieden und Freiheit leben zu wollen. Jeder Mensch hat seit der UN-Charta ein Recht auf Leben in Frieden und Freiheit, inkl. der Religionsfreiheit. Es wäre sehr schlimm, wenn jetzt Asylsuchende oder Einwanderer nicht mehr zu uns kommen dürften, nur weil sie einer anderen Religion angehören. Oder wenn Menschenverachter und Chaoten meinen, das Gesetze nicht für Sie gelten würde.

In knapp 2 Wochen ist Ostern. Die Christen feiern die Auferstehung von Jesus, der den Tod überwunden hat. Jesus, als derjenige, der sich von den Hohenpriestern abwandte und sich den Menschen zuwandte, die Nichts hatten. Er hat diese Menschen aufgenommen, ohne zu fragen, welcher Religion, welchem Stand in der Gesellschaft sie angehörten. Selbst am Kreuz hat er einen der zwei Verbrecher, die mit ihm gekreuzigt wurden, versprochen: „Heute noch wirst Du mit mir im Paradies sein“ (Lk. 23.39-43).

Warum sind wir nicht in der Lage, Menschen, die in Not sind, von uns, die wir zum großen Teil noch im Überfluß leben, etwas abzugeben, mit Ihnen zu teilen?
Stattdessen werden Wegekreuze durch Vandalismus zerstört. Ich glaube, dass Christus diesen Menschen, die das Kreuz zerstört haben, bereits verziehen hat. Vielleicht sind diese ja jetzt bereit, etwas Sinnvolles zurückzugeben, zum Beispiel Asylsuchende bei sich aufzunehmen und sie zu bewirten, so wie es Jesus vor 2000 Jahren gemacht hat. Man braucht dafür nicht viel Geld. Man braucht nur sein Herz zu öffnen. Und das können, – könnten – alle Menschen auf dieser Welt tun. Es ist, genau genommen, ganz einfach, weil „Das Herz öffnen“ etwas sehr menschliches ist und nicht NUR was mit Religion zu tun hat. Ein menschlicher Atheist mit „offenem Herz“, der Menschen in Not aufnimmt, um Ihnen zu helfen, ist mir lieber als ein menschenverachtender Religionsfanatiker, egal, welcher Religion er angehört.

Es ist bereits ein Stück Ostern, dass dieses Wege-Kreuz wieder auferstanden ist, durch Menschen, die durch Ihre Spenden es ermöglicht haben.

Es wäre ein sehr großes Osterfest, wenn es möglich wäre, dass alle Menschen auf dieser Erde Ihre Herzen öffnen würden, die Waffen aus der Hand nehmen und Ihre ehemaligen Gegner in die Arme nehmen, mindestens aber die Hand reichen könnten. Es wäre ein schöner Traum, der wahr werden könnte, wenn alle es auch wollten.

Ich wünsche Euch allen ein friedliches und frohes Osterfest. Vor allem Frieden: Wir können es schaffen, den Frieden in die Welt zu tragen, wenn wir nur wollen!

Tobias Sauerwald, Administrator dieser Homepage

 
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